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Tierarztpraxis-Spieker

Ganzheitliche Tiermedizin

„Bewegung ist Leben“

Osteopathie ist keine neue Behandlungsmethode - sie wurde von dem Amerikaner Andrew Taylor Still entwickelt, der damit 1874 an die Öffentlichkeit trat. Die Osteopathie ist eine eigenständige ganzheitliche Heilmethode, deren Grundlage die manuelle Diagnose und Therapie ist. Alles Strukturen des Körpers sollten eine uneingeschränkte Beweglichkeit aufweisen. Das bezieht sich nicht nur auf die augenfälligen Gelenke und Muskeln, sondern auch auf die Bewegung der Organe und sogar der Körperflüssigkeiten(z.B. Liquor). Eine Grundvorraussetzung für die Gesundheit ist das harmonische Zusammenspiel all dieser Bewegungen. Eine eingeschränkte oder verminderte Beweglichkeit ist oftmals die Grundlage für eine Erkrankung. Entscheidend ist also nicht nur die Form der Struktur, sondern ob und wie sie sich bewegt!

Bereits Anfang der 90er wurden von dem bekannten Hundetrainer und Ausbilder Anders Hallgren an ca 400 Hunden Untersuchungen (mit der Unterstützung von auf Hunde spezialisierte Chiropraktikern) durchgeführt. Im Laufe der Untersuchung wurde folgendes festgestellt:
Bei 63% der Hunde wurden Probleme im Bereich der Muskulatur und des Knochenapparates gefunden, wobei im Einzelnen folgende Körperbereiche betroffen waren:

„Ist der Wirbel rausgesprungen?“
Nein, Bewegungseinschränkungen oder Blockierungen sind keine kompletten Verschiebungen des Wirbels und auch auf einen Röntgenbild nicht (oder nur sehr selten) darzustellen. Es handelt sich vielmehr um eine Einschränkung der physiologischen Beweglichkeit.

„Können Sie das eben einrenken?“
STILL SAGT: „FINDE DIE LÄSION,BEHEBE SIE UND LASSE DER NATUR IHREN LAUF.“
Heilung bedarf also auch einer gewissen Zeit. Ziel der Behandlung ist es die normale (physiologische) Beweglichkeit wiederherzustellen. Dabei erhält der Körper einen Impuls zur Selbstheilung. Wichtig bei der Behandlung ist es immer den gesamten Patienten „in Blick“ zu behalten und auf die funktionellen Zusammenhänge zu achten. So können Blockierungen in der Halswirbelsäule zu Problemen bei der Atmung oder aber zu einer Lahmheit führen.  
Mit osteopathischen Techniken lassen sich die meisten Blockaden mit wenig Kraftaufwand lösen, der Gummihammer bleibt also anderen Berufen vorbehalten ;-) und es muss auch nicht immer laut „knacken“ um gut zu sein.

Nach einer osteopathischen Behandlung ist es wichtig dem Tier Ruhe zu gönnen, da es sich an sein neues Bewegungsmuster gewöhnen muss. Das geht am Besten auf der Weide oder, bei Hunden, einem entspannten Spaziergang. Also einer natürlichen Bewegung ohne „Zwang“ (Reiten, Stöckchen, Agility oä) .

„Wann kommen Sie denn wieder?“
Um die durch die Behandlung aktivierten Selbstheilungskräfte voll auszuschöpfen, sollte eine Folgebehandlung immer in individuellen Abständen erfolgen. Meist ist eine Rücksprache mit dem Halter ca. 2 Wochen nach der Behandlung sinnvoll. Oftmals ist aber auch schon eine einmalige Behandlung völlig ausreichend.

„Ist das auch was für meinen Hund?“
Ja! Früher wurde dieses Einsatzgebiet leider vernachlässigt, aber nun wird es auch zusehends auf Fortbildungsveranstaltungen beachtet. Der Wirkungsmechanismus ist dabei ähnlich wie beim Pferd, obwohl es beträchtliche anatomische Unterschiede gibt.Viele Hunde werden von ähnlichen Gelenk- oder Rückenproblemen gequält wie Pferde. Spielende Hunde prallen beim toben zusammen,der sonst so agile Hund springt nicht mehr ins Auto, Treppen werden vermieden. Der Hund wirkt plötzlich unlustig und steif, beim Agility schmeißt er nun Stangen und springt „komisch“. Auch hier kann eine Behandlung die ursprüngliche Bewegungsfreiheit des Tieres wiederherstellen und damit massive Folgeschäden vermeiden.

„Wann soll man sich an den Osteopathen wenden?“